Schreibe ich den Genitiv mit oder ohne Apostroph?

Genitiv mit oder ohne Apostroph?

In diesem Blogartikel beantworte ich dir die Frage „Schreibe ich den Genitiv mit oder ohne Apostroph?“

Meine Antwortet lautet: Es kommt darauf an.

Genitiv ohne Apostroph

In den meisten Fällen wird der Genitiv mit der Endung s gebildet und ohne Apostroph geschrieben.

Dies gilt auch dann, wenn das Stammwort (der Name) auf einen Vokal oder y endet!


Hier ein paar Beispiele:

Herr Meyers Auto ist in der Werkstatt.

Sie hat sich Frau Schmidts Ausstellung angesehen.

Heute nehme ich Pauls Fahrrad.

Annas Webinar beginnt um 10 Uhr.

Gabrieles Präsentation ist super gelaufen.

Alis Version hat mir am besten gefallen.

Ich habe heute Ottos Visitenkarten in den Druck gegeben.

Das ist Manus Konzept.

Henrys Kopierladen hat morgen geschlossen.

Genitiv mit Apostroph

Nun kommen wir zu den Ausnahmen.

In folgenden Fällen wird ein Apostroph gesetzt:

Der Genitiv wird mit Apostroph geschrieben, wenn das Stammwort (der Name) auf s, ss, ß, z, tz, x oder ce endet. In diesen Fällen wird jedoch kein Genitiv-s verwendet.

Der Apostroph weist dann darauf hin, dass eigentlich ein Genitiv-s stehen müsste. Dieses entfällt aber, da es nicht möglich ist, zwei Zischlaute hintereinander auszusprechen.

Hier ein paar Beispiele:

Julius‘ Computer ist kaputt.

Heute setzen wir uns in Alex‘ Besprechungszimmer.

Frau Groß‘ Vortrag war sehr interessant.

Die Freunde treffen sich morgen in Heinz‘ Café.

Er hat sich Moritz‘ Auto geliehen.

Beatrice‘ Feier auf dem Landgut war traumhaft.

Fazit: Es gibt zwei Ausgangssituationen, die vorliegen können.

Korrekte Schreibweise für Situation 1: mit Genitiv-s und ohne Apostroph
Korrekte Schreibweise für Situation 2: mit Apostroph und ohne Genitiv-s

Tipp: Mach dir ein paar Notizen und prüfe zur Übung gleich ein paar deiner alten oder einen neuen Text auf mögliche Fehler.


So prüfst du deine Texte auf überflüssige Apostrophe und falsch gesetzte Genitiv-s

Schreib deinen Text direkt in Word oder kopiere deinen Text aus einem anderen Programm in eine Word-Datei.
Aktiviere beim Schreiben oder nach Fertigstellung deines Textes die Rechtschreibprüfung und Grammatikprüfung in Word. Ist die Prüfung aktiviert, kannst du die Fehler ganz bequem automatisch korrigieren lassen.


So prüfst du deine Texte auf fehlende Genitiv-Apostrophe

Leider weisen weder die Rechtschreibprüfung noch die Grammatikprüfung in Word auf einen Fehler hin, wenn du statt „Julius‘ Computer“ „Julius Computer“ schreibst. Die Schreibweise „Julius’s Computer“ wird aber sofort rot unterschlängelt.

Lies dir deinen Text am besten am Ende noch einmal aufmerksam durch und prüfe dabei, ob du überall eine korrekte Genitivform verwendet hast. Jetzt weißt du ja, worauf du achten musst.
Wenn dir die Prüfung am Computer oder auf einem mobilen Endgerät schwerfällt, druck dir deinen Text aus.

Weitere Tipps

Bist du an weiteren Tipps interessiert? Dann sieh dir meine Checkliste mit Tipps zur Vermeidung von Rechtschreib-, Grammatik- und Zeichensetzungsfehlern an.

Weitere Fehlertypen findest du außerdem in meinem Quiz.

Die Checkliste, das Quiz und die Lösung zum Quiz kannst du übrigens kostenlos als PDF-Dateien herunterladen.

Unterstützung beim Korrektorat

Du möchtest deine Texte doch lieber nicht selbst Korrektur lesen und einen Profi damit beauftragen? Ich unterstütze dich gerne. Schick mir deinen Text einfach unter Angabe deines gewünschten Liefertermins per Mail zu. Ich erstelle dir innerhalb von max. 2 Arbeitstagen ein individuelles Angebot.
Hier kannst du nachlesen, was ich alles bei einem Korrektorat prüfe und welche Vorteile dir ein Korrektorat bietet.


Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nach oben scrollen